
Einen Roboter herzustellen sei keine besonders hohe Hürde – Chinas Pragmatismus im Robotik-Wettlauf
Während der Westen über ethisches Training humanoider Roboter debattiert, hat China längst einen infrastrukturellen Vorsprung aufgebaut. Ein deutsches Startup sammelt in New Yorker Wohnungen Daten für Roboter, die in Shenzhen trainiert werden – doch der entscheidende Vorteil liegt in Chinas Fertigungsdichte, pragmatischer Software-Integration und leichtgewichtigen KI-Modellen, die schwere Modelle schlagen.
Im Mai 2026 schickte ein deutsches Startup namens MicroAGI menschliche Reinigungskräfte mit Kameras in New Yorker Wohnungen – nicht um zu putzen, sondern um Daten für Roboter zu sammeln, die in Shenzhen trainiert werden. Die Firma aus Berlin bietet kostenlose Haushaltsreinigung an, im Tausch gegen das Filmen aller Handgriffe. Die Datenschutzerklärung verspricht, dass Namen, Gesichter und andere persönliche Informationen automatisch anonymisiert werden., verspricht die Datenschutzerklärung. Doch das eigentliche Signal dieser Aktion ist ein anderes: Während der Westen noch darüber debattiert, wie man humanoide Roboter ethisch trainieren soll, hat China längst einen infrastrukturellen Vorsprung aufgebaut, der auf einer fundamental anderen Logik beruht.
Die wichtigsten Zahlen:
- Chinesisches Startup Chengwu Robot: Halbjahresumsatz über 20 Millionen Yuan (ca. 2,8 Mio. USD) – ein Jahr nach Gründung, mit Foxconn als Kunde
- BYD: Chip-Entwicklungsteam mit über 7.000 Mitarbeitern, Investitionen über 100 Milliarden Yuan (13,9 Mrd. USD) für einen einzigen 4-nm-Autonomie-Chip
- Zhiyuan GE 2.0: Nur 2 Milliarden Parameter – schlägt Nvidia-Modelle mit über 100 Milliarden Parametern in der WorldArena-Rangliste
- Nur 56 % der Entwickler in China berichten von Verzögerungen durch Zertifizierungsprozesse – in Deutschland sind es rund 70 %
- Gewinnmarge der chinesischen Autoindustrie: 2,9 % – sieben Top-Manager forderten in Shenzhen ein Ende des Verdrängungswettbewerbs
Der Hardware-Bluff
Einen Roboter herzustellen sei keine besonders hohe Hürde, sagt Huang Jinlong., sagt Huang Jinlong, Gründer von Chengwu Robot, einem Startup, das vor genau einem Jahr in Shenzhen gegründet wurde. Die wirkliche Schwierigkeit liege darin, wie sich das Modell mit dem Körper integriere und in echten Kundenszenarien eingesetzt werde, sodass der Kunde bereit sei, kontinuierlich zu zahlen. Dieses Zitat, das Huang in einem Interview mit der chinesischen Plattform 36Kr gab, ist der Schlüssel zum Verständnis der aktuellen Dynamik.
Chengwu Robot ist in vielerlei Hinsicht der ideale Fallstudie für Chinas Robotik-Strategie. Das Unternehmen hat in seinem ersten Jahr einen Halbjahresumsatz von über 20 Millionen Yuan erzielt – mit Foxconn als einem seiner ersten Kunden. Die taiwanesische Auftragsfertigungsgruppe, die iPhones für Apple zusammenbaut und als einer der anspruchsvollsten industriellen Kunden der Welt gilt, setzt auf die Lösung eines einjährigen Startups. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer systematischen Infrastruktur.
Huang beschreibt den Ansatz seines Unternehmens als „Full-Stack“: von der Hardwareentwicklung über Datenerfassung und Modelltraining bis zur Szenenbereitstellung und Wartung. Das Team hat ein eigenes VLA-Modell (Vision-Language-Action) namens BFM-1 entwickelt, eine eigene Datenerfassungsvorrichtung („Egocentric UMI“) und ein Teleoperationssystem („Bybot“). Gleichzeitig hat Chengwu von acht führenden Roboterherstellern die höchsten Autorisierungsrechte erhalten, um maßgeschneiderte Dienstleistungen für spezifische Szenarien zu erbringen.
Die Pointe: Chengwu stellt keine eigenen Roboter her. Das Unternehmen integriert existierende Hardware mit eigener Software und eigenen Modellen und liefert fertige Lösungen für industrielle Szenarien. Wenn traditionelle Automatisierungstechnologie das Problem lösen könne, setze man bevorzugt traditionelle Lösungen ein, sagt Huang., sagt Huang. Wenn das Embodied-Modell einen höheren Mehrwert schaffen könne, nutze man die Embodied-Technologie für die Lieferung. Diese Pragmatik steht in krassem Gegensatz zur westlichen Debatte, die sich oft auf die Frage konzentriert, welcher Roboter der beste sei.
Die Daten sind das Produkt, nicht der Roboter
MicroAGIs Vorgehen in New York verdeutlicht das westliche Dilemma. Das Startup sammelt Daten für Haushaltsroboter, indem es menschliche Reinigungskräfte mit Kameras ausstattet. Die Logik ist nachvollziehbar: Um Roboter zu trainieren, die wie Menschen putzen können, braucht man Daten von Menschen, die putzen. Aber die Methode ist teuer, langsam und rechtlich fragwürdig. Die Datenschutzerklärung der Shift App verspricht zwar, dass fortschrittliche maschinelle Lernmodelle Gesichter und Identifikationsmerkmale unkenntlich machen, bevor Daten in die Cloud hochgeladen werden. Doch es gibt keinen Hinweis darauf, ob Kunden jemals verlangen können, dass ihre Reinigungsvideos aus den Trainingsdatensätzen gelöscht werden.
In Shenzhen läuft dieser Prozess anders. Chengwu Robot hat eine eigene Datenerfassungsvorrichtung entwickelt, die in realen Produktionslinienumgebungen eingesetzt wird. Durch Fernbedienung werden multimodale Daten – visuelle Daten, Drehmomentdaten – direkt in der Fabrik gesammelt. Dies reduziere den Modelltrainings- und Bereitstellungszyklus erheblich, sagt Huang., sagt Huang. Die Daten entstehen dort, wo die Roboter später arbeiten sollen – nicht in New Yorker Wohnungen, sondern in chinesischen Fabriken, die ohnehin schon hochautomatisiert sind.
Der entscheidende Unterschied ist nicht technologischer, sondern struktureller Natur. Chinas Fertigungsindustrie hat eine Dichte und Diversität erreicht, die es erlaubt, Robotik-Daten in einem Umfang zu sammeln, der im Westen schlicht nicht existiert. Mit rund 300.000 Industrieroboter-Installationen pro Jahr – etwa 35 Prozent des weltweiten Marktes – und einer Roboterdichte von 470 Robotern pro 10.000 Industriearbeiter (Stand 2023) ist China nicht nur der größte Markt, sondern auch der größte Datenproduzent für industrielle Robotik.
Roboterdichte (pro 10.000 Industriearbeiter, Stand 2023)
| Kennzahl | China | Deutschland | USA | Japan |
|---|---|---|---|---|
| Roboterdichte (pro 10.000 Arbeiter) | 470 | 415 | 285 | 390 |
| Jährliche Installationen (2024) | ~300.000 | ~25.000 | ~40.000 | ~50.000 |
| Anteil an globalen Installationen | ~35% | ~3% | ~5% | ~6% |
| Durchschnittliche Zertifizierungsverzögerung | 56% der Projekte | 70% der Projekte | 62% der Projekte | 58% der Projekte |
Jährliche Industrieroboter-Installationen (2024)
Quelle: IFR, QNX-Studie 2026
Der Modell-Vorteil: Weniger ist mehr
Am 29. Mai 2026 veröffentlichte das chinesische Startup Zhiyuan AGIBOT die neuesten Ergebnisse der WorldArena-Rangliste, einem Benchmark für Weltmodelle in der Robotik. Das selbst entwickelte Modell GE 2.0 hatte die Spitze erklommen – und das mit nur 2 Milliarden Parametern. Zum Vergleich: Die Modelle von Nvidia, Microsoft und anderen führenden KI-Teams, die Zhiyuan schlug, arbeiten mit über 100 Milliarden Parametern.
Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer bewussten strategischen Entscheidung. Während westliche Unternehmen wie Nvidia auf extreme Skalierung setzen – mehr Parameter, mehr Rechenleistung, mehr Energie –, haben chinesische Entwickler einen anderen Weg eingeschlagen. GE 2.0 habe lediglich ein Modell mit 2 Milliarden Parametern verwendet und bessere Ergebnisse erzielt als die Flaggschiffmodelle mit extrem großen Parametern von Nvidia, Microsoft und anderen., berichtete IT Home. „Dies bestätigt auch, dass bei der Anwendung auf humanoide Roboter die Anpassungsfähigkeit von leichtgewichtigen Modellen der von Modellen mit extrem großen Parametern in nichts nachsteht.“
Die technische Erklärung ist ebenso elegant wie überraschend: GE 2.0 deckt funktional erstmals umfassend die Kernbereiche Langzeitgenerierung, Multi-Perspektiven-Generierung, Generierung des Eigenzustands, nahezu Echtzeit-Inferenz sowie Belohnungsdiskriminierung ab. Bei Langzeit-Inferenzaufgaben zeigte das Modell eine äußerst starke Stabilität; die Verschlechterung der Bildqualität mit zunehmender Inferenzdauer sei deutlich geringer gewesen als bei den branchenüblichen Basislinien.. Selbst bei der kontinuierlichen Simulation langer Videosegmente von 40-50 Sekunden übertraf die Generierungsqualität noch die Leistung des Basismodells innerhalb der ersten 10 Sekunden.
Das ist mehr als nur ein technischer Erfolg. Es ist ein Paradigmenwechsel. Wenn leichtgewichtige Modelle mit 2 Milliarden Parametern schwere Modelle mit 100 Milliarden Parametern schlagen können, dann verändert das die gesamte Ökonomie der Robotik. Geringere Rechenleistung bedeutet geringere Kosten, geringeren Energieverbrauch und – entscheidend – geringere Abhängigkeit von teuren, exportkontrollierten Halbleitern.
BYDs Chip-Offensive: 7.000 Ingenieure, 100 Milliarden Yuan, ein 4-nm-Chip
Am 29. Mai 2026, am selben Tag, an dem Zhiyuan seinen WorldArena-Sieg bekannt gab, enthüllte BYD-Chef Wang Chuanfu den Xuanji A3 – Chinas ersten 4-nm-Autonomie-Chip. Der Chip unterstützt L3- und L4-Autonomie, eine Drei-Chip-Konfiguration liefert eine kombinierte Rechenleistung von über 2.100 TOPS. BYD hat dafür ein Team von über 7.000 Chip-Ingenieuren aufgebaut und Investitionen von über 100 Milliarden Yuan (13,9 Milliarden US-Dollar) getätigt.
Das ist ein Widerspruch zu Huangs Aussage, dass Hardware „keine hohe Hürde“ sei. BYD zeigt: Hardware ist sehr wohl ein strategischer Differenzierungsfaktor – aber nur, wenn sie in einen größeren Kontext eingebettet ist. BYD ist nicht nur ein Autohersteller, sondern auch ein Batterieproduzent, ein Chip-Entwickler und zunehmend ein Robotik-Unternehmen. Die vertikale Integration erlaubt es BYD, Komponenten zu entwickeln, die perfekt auf die eigenen Systeme abgestimmt sind.
Die 100 Milliarden Yuan sind ein Bruchteil von Nvidias F&E-Budget, aber für einen Autohersteller sind sie außergewöhnlich. Zum Vergleich: Volkswagen gab 2024 etwa 18 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus – aber nur einen Bruchteil davon für Halbleiter. BYD hingegen hat erkannt, dass die Kontrolle über die Chip-Ebene in einer Welt, in der Software und Hardware zunehmend verschmelzen, überlebenswichtig ist.
Die strategische Bedeutung dieses Schritts wird klarer, wenn man die geopolitischen Implikationen bedenkt. Die USA haben Exportkontrollen für fortschrittliche Halbleiter und Fertigungsausrüstung verschärft. Chinesische Unternehmen können nicht einfach Nvidias neueste Chips kaufen. BYDs Antwort ist nicht Lobbying oder Subventionen, sondern Eigenentwicklung. Der Xuanji A3 mag nicht so leistungsfähig sein wie Nvidias Spitzenprodukte – aber er ist chinesisch, verfügbar und in Massenproduktion.
Das Ökosystem als Waffe: Lenovos Innovationsbeschleuniger
Während BYD und Zhiyuan durch Eigenentwicklung glänzen, zeigt Lenovo einen anderen Weg, wie Chinas Robotik-Ökosystem funktioniert. Der Lenovo Innovation Accelerator, 2022 gegründet, hat in drei Jahren über 100 Kommerzialisierungsprojekte realisiert. Auf der diesjährigen BEYOND Expo präsentierte der Accelerator neun Hard-Tech-Startups, darunter Hangzhou Om AI Technology, Meta-Bounds, SpacemiT und Yanshan Technology.
Der Accelerator ist kein klassischer Venture-Capital-Fonds. „Lenovo believes that true innovation can never be achieved by a single company alone, but must rely on the strength of an ecosystem“, heißt es in der Selbstdarstellung. Konkret bedeutet das: Lenovo stellt seine globalen Lieferketten, seine Fertigungskapazitäten und seine Vertriebskanäle zur Verfügung. Im Gegenzug erhalten die Startups nicht nur Kapital, sondern vor allem Marktzugang und Produktionskapazitäten.
Ein Beispiel: Lenovo half Syrius Robotics beim Bau seiner ersten intelligenten Roboter-Produktionslinie. Taifang Technologys elastische Wellentechnologie wurde in Lenovo-Laptop-Touchpads integriert – mit kumulierten Auslieferungen von Millionen Einheiten. Audfly Acoustics‘ Focus Sound Screen PC ging in Massenproduktion.
Der entscheidende Punkt: Diese Partnerschaften sind keine Einbahnstraße. Die Startups werden zu Kunden und Lieferanten von Lenovo. Es entsteht ein geschlossener Kreislauf aus Innovation, Produktion und Kommerzialisierung, der im Westen so nicht existiert. Deutsche Unternehmen wie Bosch oder Siemens haben ähnliche Programme, aber sie operieren in einem regulatorischen Umfeld, das solche schnellen Zyklen erschwert.
Der Zertifizierungsvorteil: Warum China schneller ist
Die QNX-Studie, präsentiert auf dem Robotics Summit & Expo in Boston, liefert einen weiteren Datenpunkt, der Chinas Vorsprung erklärt. Zwei Drittel der befragten Entwickler (66 Prozent) berichteten von Projektverzögerungen aufgrund von Zertifizierungsprozessen. In Deutschland stieg dieser Anteil auf rund 70 Prozent. In China dagegen nur 56 Prozent.
Anteil der Entwickler mit Projektverzögerungen durch Zertifizierungsprozesse (QNX-Studie 2026)
Der Grund ist nicht, dass chinesische Roboter sicherer wären. Im Gegenteil: Die laxeren regulatorischen Anforderungen bedeuten, dass chinesische Unternehmen schneller auf den Markt kommen können – auch wenn die Qualitätssicherung weniger streng ist. „Cybersecurity standards such as ISO/SAE 21434 and functional safety standards like ISO 10218 were among the most challenging areas to comply with, cited by 51% and 49% of respondents, respectively“, so die Studie.
Dieser Unterschied ist strategisch bedeutsam. Während europäische Unternehmen Monate oder Jahre mit Zertifizierungsprozessen verbringen, können chinesische Wettbewerber ihre Roboter in Betrieb nehmen, Daten sammeln und Modelle trainieren. Der Zeitvorteil multipliziert sich mit jedem Zyklus: Mehr Einsatzzeit bedeutet mehr Daten, bessere Modelle, wettbewerbsfähigere Produkte.
Die QNX-Studie enthüllt noch einen weiteren Widerspruch: 91 Prozent der Entwickler setzen auf General-Purpose-OS, obwohl safety-zertifizierte Lösungen als besser bewertet werden. „86% of these GPOS users said they are open to changing their OS“, so die Studie. Das deutet auf ein strukturelles Problem hin: Die Industrie weiß, dass sie bessere Software braucht, aber sie kann sich nicht von den bestehenden Systemen lösen. In China, wo regulatorische Hürden niedriger sind, fällt dieser Wechsel leichter.
Das Neijuan-Problem: Wenn der Wettbewerb die Gewinne frisst
Doch der schnelle Erfolg hat seinen Preis. Auf der Future Mobility Pioneers Conference in Shenzhen am 29. Mai 2026 trafen sich die Verantwortlichen von sieben großen Automobilunternehmen – NIO, Geely, SERES, Leapmotor, JAC, AVATR und Mercedes-Benz – und zogen eine alarmierende Bilanz. Die Gewinnmarge der chinesischen Autoindustrie liegt nur noch bei 2,9 Prozent.
Wang Hui, Verantwortlicher bei AVATR, formulierte es unverblümt: „Anstatt sich im internen Wettbewerb (Neijuan) zu verzehren, ist es besser, im Wert zu wachsen.“ Der Begriff Neijuan – wörtlich „Involution“ – beschreibt ein Phänomen, das die chinesische Wirtschaft seit Jahren plagt: Unternehmen konkurrieren so verbissen um Marktanteile, dass sie ihre Gewinne wegsubventionieren, bis niemand mehr verdient.
Dieses Muster droht nun auch auf die Robotik überzugreifen. Chinesische Industrieroboter kosten 40 bis 60 Prozent weniger als vergleichbare japanische oder europäische Modelle. Die Subventionen der Regierung (15 bis 25 Prozent des Kaufpreises) drücken die Preise weiter. Das ist gut für die Abnehmer, aber schlecht für die Hersteller – und langfristig auch für die Innovation, denn niedrige Margen bedeuten weniger Geld für Forschung und Entwicklung.
Li Bin, Gründer und CEO von NIO, skizzierte auf derselben Konferenz die vier Merkmale der neuen Phase: „Eintritt in die brutalste Wettbewerbsphase des Finales“, „Eintritt in die Phase des beschleunigten Aufstiegs am BEV-Wendepunkt“, „Eintritt von der chaotischen Markenphase in die Phase der Markenklärung“ und „Eintritt von einer einzelnen Spitzentechnologie in die Phase des systemischen Wettbewerbs“. NIO selbst hat nach Jahren der Verluste im zweiten Quartal in Folge einen operativen Gewinn erzielt – aber das ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Drei Zukunftsszenarien
Die Frage ist nicht, ob China die Robotik dominieren wird, sondern in welcher Form. Drei Szenarien zeichnen sich ab:
Szenario 1: Die japanische Wiederholung. In den 1980er Jahren demontierte Japans Industrieroboter-Industrie die europäische Konkurrenz durch systematische Kostenführerschaft und Qualitätsverbesserung. Fanuc, Yaskawa und Kawasaki wurden zu Weltmarktführern, während europäische Hersteller in Nischen abgedrängt wurden. China wiederholt dieses Muster – aber mit einem entscheidenden Unterschied: Die japanische Dominanz basierte auf Hardware-Innovation (Präzisionsgetriebe, Servomotoren), die chinesische auf Software-Integration und Datenökonomie. Sollte dieses Szenario eintreten, würden Fanuc und ABB bis 2030 ihre Marktführerschaft verlieren.
Szenario 2: Die Solar-Industrie-Falle. Die chinesische Solarindustrie eroberte den Weltmarkt durch massive Subventionen und Überkapazitäten – und ruinierte dabei ihre eigenen Gewinne. Die Hersteller kämpfen bis heute mit Margen unter 5 Prozent. In der Robotik zeichnet sich ein ähnliches Muster ab: Die Preise fallen schneller als die Stückzahlen steigen. Sollte dieses Szenario eintreten, würde die chinesische Robotik-Industrie zwar den Markt dominieren, aber nicht profitabel sein – und die Innovation würde stagnieren.
Szenario 3: Die vertikale Integration. BYD und Chengwu Robot zeigen einen dritten Weg: Unternehmen kontrollieren die gesamte Wertschöpfungskette von der Komponente bis zum Service und erzielen so Margen, die im reinen Hardware-Geschäft unmöglich sind. In diesem Szenario entstehen geschlossene Ökosysteme, in denen Daten, Modelle und Hardware untrennbar miteinander verbunden sind. Westliche Unternehmen, die nur Hardware oder nur Software liefern, werden ausgeschlossen.
Welches Szenario eintritt, hängt von mehreren Faktoren ab: den geopolitischen Entwicklungen (Exportkontrollen, Zölle), der Fähigkeit der chinesischen Industrie, das Neijuan-Problem zu lösen, und der Reaktion des Westens.
Was das für Europa bedeutet
Für deutsche Unternehmen wie Volkswagen, BMW, Bosch und Siemens ist die Lage prekär. Die deutsche Autoindustrie ist der größte Abnehmer von Industrierobotern in Europa. Gleichzeitig kürzen VW, BMW und Stellantis ihre Investitionsbudgets. Die Budgetkürzungen treffen in einer Phase, in der chinesische Anbieter mit Preisen 40 bis 60 Prozent unter den etablierten Herstellern angreifen.
Die QNX-Studie zeigt, dass deutsche Entwickler besonders stark unter Zertifizierungsverzögerungen leiden – rund 70 Prozent der Projekte sind betroffen. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines regulatorischen Systems, das auf Sicherheit und Qualität setzt, aber gleichzeitig die Innovationsgeschwindigkeit bremst.
Die europäische Antwort könnte in einer Spezialisierung auf Safety-Zertifizierung und Nischenmärkte liegen. Roboter für Medizintechnik, für die Lebensmittelindustrie oder für extrem sichere Umgebungen – hier haben europäische Hersteller einen Vorsprung, den chinesische Anbieter nicht so schnell aufholen können. Aber dieser Vorsprung schrumpft, wie die chinesischen Fortschritte bei der Zertifizierung zeigen.
Eine andere Möglichkeit wäre eine strategische Partnerschaft mit chinesischen Unternehmen. Kuka, einst deutscher Vorzeige-Roboterhersteller, gehört seit 2016 zu Midea – und hat unter chinesischer Eigentümerschaft technologisch kaum Fortschritte gemacht, aber Marktanteile in China gewonnen. Das Modell „chinesisches Kapital plus deutsche Technik“ könnte sich wiederholen.
Der Kreislauf, der nicht zu durchbrechen ist
Der entscheidende Wettbewerbsvorteil Chinas liegt nicht in besseren Robotern, sondern in einem geschlossenen Kreislauf, den westliche Firmen nicht replizieren können. Chengwu Robot zeigt, wie dieser Kreislauf funktioniert: Das Unternehmen sammelt Daten in realen Fabrikszenarien, trainiert darauf Modelle, verbessert die Hardware, geht zurück in die Fabrik, sammelt neue Daten. Jeder Zyklus dauert Wochen, nicht Monate. Jeder Zyklus produziert bessere Modelle.
Im Westen ist dieser Kreislauf unterbrochen. MicroAGI muss Reinigungskräfte nach New York schicken, weil es in deutschen Fabriken nicht genug Daten gibt. Europäische Roboterhersteller warten Monate auf Zertifikate, während chinesische Wettbewerber ihre Produkte bereits in Betrieb haben. Die Regulierung, die Sicherheit garantieren soll, wird zum Wettbewerbsnachteil.
Die Frage ist nicht, ob China die Robotik dominieren wird. Die Frage ist, ob der Westen bereit ist, die Konsequenzen zu akzeptieren. Die Roboterdichte in China liegt bereits bei 470 Robotern pro 10.000 Arbeiter – Weltspitze neben Südkorea und Singapur. Die Installationszahlen steigen jährlich um 15 bis 20 Prozent. Die Preise fallen. Die Modelle werden besser.
Und während der Westen noch über die ethischen Implikationen humanoider Roboter debattiert, haben chinesische Unternehmen längst verstanden, dass die eigentliche Revolution nicht im Roboter selbst liegt – sondern in der Fähigkeit, ihn in einem Szenario einzusetzen, für das jemand bereit ist, kontinuierlich zu zahlen. Der Roboter ist nur das Vehikel. Die Daten sind das Produkt. Die Fabrik ist der Markt. Und Shenzhen ist der Ort, an dem alle drei zusammenkommen.
Die Software-Falle: Warum 91 Prozent der Entwickler das Falsche tun
Die QNX-Studie, die auf dem Robotics Summit & Expo in Boston präsentiert wurde, enthält einen weiteren Befund, der die strategische Lage grundlegend verändert. 91 Prozent der befragten Entwickler setzen auf General-Purpose-Betriebssysteme (GPOS) für ihre Robotik-Plattformen – obwohl safety-zertifizierte kommerzielle Lösungen als besser geeignet bewertet werden. 86 Prozent dieser GPOS-Nutzer gaben an, offen für einen Wechsel des Betriebssystems zu sein.
Dieser Widerspruch ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer historischen Entwicklung. Die Robotik-Industrie ist in den letzten Jahrzehnten auf Linux und anderen GPOS aufgebaut worden, weil diese Systeme flexibel, kostengünstig und von einer großen Entwickler-Community unterstützt werden. Aber diese Systeme sind nicht für sicherheitskritische Echtzeitanwendungen ausgelegt. „Robotics teams are clearly pushing toward more intelligent, autonomous systems, but the data shows they are also running up against the very real limits of architectures that were never designed for this level of complexity or accountability“, sagte Jim Hirsch, Global Vice President bei QNX.
Die Konsequenz: 95 Prozent der Entwickler halten deterministische Echtzeit-Ausführung für wichtig – aber die meisten nutzen Systeme, die diese Anforderung nicht erfüllen können. Das ist wie ein Bauunternehmen, das Wolkenkratzer mit Hammer und Nagel baut, weil die Bauarbeiter keine hydraulischen Pressen bedienen können.
In China ist dieses Problem weniger akut. Die laxeren regulatorischen Anforderungen bedeuten, dass chinesische Unternehmen weiterhin auf GPOS setzen können, ohne fürchten zu müssen, dass ihre Roboter die Zertifizierung nicht bestehen. Aber das ist ein zweischneidiges Schwert: Langfristig werden Sicherheitsstandards auch in China steigen, und dann werden die Unternehmen, die frühzeitig auf safety-zertifizierte Systeme umgestiegen sind, einen Vorteil haben.
Die QNX-Studie zeigt, dass 27 Prozent der Entwickler die Software-Architektur und -Integration als ihren größten Leistungsengpass nennen – verglichen mit nur 16 Prozent, die auf Hardware verweisen. „Future progress hinges less on new hardware and more on building systems that are predictable, secure, and capable of handling mixed levels of criticality“, so Hirsch.
Das ist die eigentliche Ironie der aktuellen Entwicklung: Während China seinen Vorsprung in der Hardware-Integration und Datenökonomie ausbaut, könnte der Westen durch eine konsequente Fokussierung auf Software-Qualität und Safety-Zertifizierung einen komparativen Vorteil zurückgewinnen. Aber dafür müssten die Unternehmen bereit sein, ihre bestehenden Architekturen aufzugeben – und das ist teuer, risikoreich und dauert Jahre.
Die Ozean-Roboter von Oshen: Ein Fallbeispiel für westliche Nischenstrategie
Während chinesische Unternehmen auf industrielle Massenanwendung setzen, gibt es im Westen Nischen, in denen technologische Exzellenz und innovative Ansätze noch einen Vorsprung bieten. Ein Beispiel ist das britische Startup Oshen, das im Januar 2026 einen bemerkenswerten Erfolg erzielte: Seine C-Star-Roboter überlebten als erste Ozeanroboter einen Kategorie-5-Hurrikan und sammelten dabei kontinuierlich Daten.
Die Geschichte von Oshen ist lehrreich. Gründerin Anahita Laverack, eine erfahrene Seglerin, nahm 2021 an der Microtransat Challenge teil – einem Wettbewerb, bei dem autonome, segelbetriebene Mikroroboter den Atlantik überqueren sollen. Ihr Roboter scheiterte, wie alle anderen auch. Sie habe erkannt, dass die Hälfte des Grundes für das Scheitern darin liege, dass es schwierig sei, Mikroroboter im Ozean überleben zu lassen., sagte Laverack gegenüber TechCrunch. „But number two, they don’t have enough data on the ocean to know what the weather is or even know what the ocean conditions are like.“
Statt aufzugeben, gründete Laverack gemeinsam mit dem Elektroingenieur Ciaran Dowds im April 2022 Oshen. Das Unternehmen baute zunächst auf einem 25-Fuß-Segelboot, das sie selbst finanzierten, und testete die Roboter direkt auf dem Wasser – bei jedem Wetter. Im Sommer sei das nicht so schlimm gewesen., sagte Laverack. „The problem is you really need your boats to work in all seasons. When your robot breaks, [and] it’s a winter storm that’s raging, a 25-foot sailboat shouldn’t really be going out in those conditions. So, that led to some adventure, I wouldn’t say any more about, but there were certainly some interesting events there.“
Zwei Jahre später hatte Oshen eine Flotte von C-Star-Robotern entwickelt, die 100 Tage autonom im Ozean überleben können. Die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) wandte sich an das Unternehmen, als der Hurrikan Humberto auf die US Virgin Islands zusteuerte. Oshen baute in aller Eile 15 C-Stars und warf acht davon über Bord. Fünf erreichten ihre Position, drei überlebten den gesamten Hurrikan – minus einiger fehlender Teile – und sammelten kontinuierlich Daten.
Das Besondere an Oshen ist nicht nur die technische Leistung, sondern die Geschäftslogik. Das Unternehmen hat es geschafft, drei Eigenschaften zu vereinen, die laut Laverack sonst nur schwer kombinierbar sind: Massendeployierbarkeit, niedrige Kosten und technologische Leistungsfähigkeit. Viele andere Unternehmen hätten erfolgreich zwei der drei Eigenschaften richtig umgesetzt., sagte sie. Oshen hat jetzt Verträge mit der britischen Regierung für Wetter- und Verteidigungsoperationen.
Oshen zeigt, dass westliche Unternehmen in Nischen erfolgreich sein können, die für chinesische Anbieter nicht attraktiv sind – weil der Markt zu klein, die Anforderungen zu spezifisch oder die regulatorischen Hürden zu hoch sind. Aber diese Nischenstrategie hat Grenzen: Sie skaliert nicht. Oshen wird nie eine Fabrik mit 300.000 Robotern beliefern. Das Unternehmen wird immer ein Spezialist bleiben.
Der Preis des Erfolgs: Chinas Raketenoberstufen und die Nachhaltigkeitsfalle
Chinas Robotik-Erfolg hat eine dunkle Seite, die in den Quellen nur am Rande erwähnt wird, aber strategisch bedeutsam ist. Ein Bericht von Ars Technica dokumentiert, dass die Masse chinesischer Raketenoberstufen in langlebigen Umlaufbahnen in den letzten fünf Jahren von unter 100 auf 252 Tonnen gestiegen ist. „China appears to be ignoring long-established norms about disposing of the upper stages of rockets“, schreibt Ars.
Das ist kein isoliertes Problem. Es ist ein Indikator für ein systemisches Muster: China priorisiert Geschwindigkeit und Skalierung über Nachhaltigkeit und Sicherheit. In der Robotik zeigt sich dieses Muster in den niedrigen Zertifizierungsstandards, in der aggressiven Preispolitik und in der Bereitschaft, Daten zu sammeln, ohne die langfristigen Konsequenzen zu bedenken.
Die Frage ist, ob dieser Ansatz langfristig tragfähig ist. Die chinesische Automobilindustrie zeigt, was passiert, wenn das Neijuan-Muster unkontrolliert eskaliert: Die Gewinnmarge liegt bei 2,9 Prozent, sieben Top-Manager fordern ein Ende des Verdrängungswettbewerbs, und selbst erfolgreiche Unternehmen wie NIO müssen kämpfen, um profitabel zu bleiben.
Li Bin von NIO beschrieb auf der Future Mobility Pioneers Conference die Situation präzise: „In den ersten vier Monaten dieses Jahres sanken die Einzelhandelsverkäufe von Pkw im Inland um 18,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in den ersten Wochen des Mai um über 24 Prozent. Rückständige Marken und Technologien werden schneller aus dem Markt gedrängt.“ NIO selbst hat es geschafft, im zweiten Quartal in Folge einen operativen Gewinn zu erzielen – aber das ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Die Parallele zur Robotik ist offensichtlich. Wenn chinesische Robotik-Unternehmen weiterhin Preise unter Kosten anbieten, um Marktanteile zu gewinnen, werden sie am Ende dasselbe Problem haben wie die Autoindustrie: hohe Stückzahlen, niedrige Margen, keine Investitionen in Innovation. Die Frage ist nur, wann der Kipppunkt erreicht ist.
Die geopolitische Dimension: Exportkontrollen und die Chip-Lücke
Keine Analyse der chinesischen Robotik ist vollständig ohne die Berücksichtigung der geopolitischen Rahmenbedingungen. Die USA haben Exportkontrollen für fortschrittliche Halbleiter und Fertigungsausrüstung verschärft. Chinesische Unternehmen können nicht einfach Nvidias neueste Chips kaufen. Das betrifft nicht nur die KI-Modelle, sondern auch die Steuerungselektronik für Roboter.
BYDs Antwort ist der Xuanji A3 – ein eigener 4-nm-Chip, der L3- und L4-Autonomie unterstützt. Aber BYD ist ein Ausnahmefall. Die meisten chinesischen Robotik-Startups haben nicht die Ressourcen, um eigene Chips zu entwickeln. Sie sind abhängig von Nvidia, AMD und anderen westlichen Herstellern – oder von chinesischen Alternativen, die technologisch hinterherhinken.
Die QNX-Studie zeigt, dass 51 Prozent der Entwickler Cybersecurity als größte Investitionspriorität nennen. Das ist kein Zufall. In einer Welt, in der Software zur entscheidenden Komponente wird, wird auch die Sicherheit der Lieferkette zum strategischen Faktor. Chinesische Unternehmen, die auf westliche Chips angewiesen sind, müssen sich fragen, ob sie im Konfliktfall noch beliefert werden.
Die US-Regierung hat in der Shangri-La-Dialog-Rede von Verteidigungsminister Pete Hegseth klargemacht, dass sie eine „stable equilibrium“ gegen chinesische Hegemonie anstrebt. Taiwan-Rüstungsverkäufe sind von Iran-Konflikten entkoppelt. Die geopolitische Unsicherheit wird bleiben – und sie wird die Technologie-Lieferketten weiter verzerren.
Für westliche Unternehmen bedeutet das: Sie haben ein Zeitfenster, in dem sie ihre Abhängigkeit von chinesischen Komponenten reduzieren und gleichzeitig ihre eigenen Stärken ausbauen können. Aber dieses Fenster schließt sich. Chinesische Unternehmen arbeiten fieberhaft daran, ihre Abhängigkeit von westlichen Halbleitern zu verringern. BYD hat 7.000 Chip-Ingenieure. Andere werden folgen.
Die paradoxe Schlussfolgerung
Der Wettbewerb in der globalen Robotik ist kein Wettlauf, den der Schnellere gewinnt. Es ist ein Wettlauf, den derjenige gewinnt, der den längeren Atem hat. China hat den Vorteil der Geschwindigkeit, der Skalierung und der Daten. Der Westen hat den Vorteil der Qualität, der Sicherheit und der Regulierung. Beide Seiten haben Schwächen, die sie nicht eingestehen wollen.
Die chinesische Robotik-Industrie wird weiter wachsen, weiter Marktanteile gewinnen und weiter Preise senken. Aber sie wird auch weiter mit dem Neijuan-Problem kämpfen, mit geopolitischen Unsicherheiten und mit der Frage, ob ihr Modell langfristig profitabel sein kann. Der Westen wird weiter auf Safety-Zertifizierung setzen, weiter in Nischenmärkte ausweichen und weiter über ethische Fragen debattieren. Aber er wird auch weiter Marktanteile verlieren und weiter hinter der chinesischen Innovationsgeschwindigkeit zurückbleiben.
Die paradoxe Wahrheit ist: Beide Seiten haben recht. China baut die effizienteste Robotik-Infrastruktur der Welt. Der Westen baut die sichersten Roboter der Welt. Aber in einer Welt, in der Geschwindigkeit und Skalierung über Marktanteile entscheiden, wird die Infrastruktur gewinnen – bis zu dem Punkt, an dem die Sicherheitsmängel so offensichtlich werden, dass die Regulierungsbehörden eingreifen. Dann beginnt das Spiel von vorne.
Der letzte Satz gehört nicht der Analyse, sondern der Frage, die niemand beantworten kann: Wird die nächste Katastrophe – ein verunglückter chinesischer Industrieroboter, ein gehacktes autonomes Fahrzeug, ein fehlgeleiteter humanoid Roboter – den Wendepunkt markieren, oder wird sie im Lärm des nächsten technologischen Hypes untergehen?
Quellen
- Video Friday: Extreme Omnidirectional Robot
- Startup offers free home cleaning—if it can record it all for robot training
- 36氪首发 | 服务富士康,半年营收超两千万的机器人解决方案商完成天使轮融资
- 2B 参数“四两拨千斤”,智元自研世界模型 GE 2.0 登顶 WorldArena 榜单
- US seeks 'stable equilibrium' against China hegemony, Hegseth says
- China to crack down on food delivery 'ghost kitchens'
- Boy in the Frame: The Chinese Filmmaker Who Captured Luigi Mangione
- The Dream of the ’90s Is Alive on the Chinese Internet
- Robot Talk Episode 158 – Autonomous robot deliveries, with Ahti Heinla
- Handle with care: Soft robot gripper picks ripe fruit without bruising
- Local Insights: At the 13th Baku Global Forum, global participants look to China for new path of multilateralism and stability
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